Controlling


Das englische Wort bedeutet steuern oder regeln und steht für ein Konzept, das Zusammenhänge von Aktivitäten offenlegt. Es zeigt wie sich Kosten und Gewinne entwickeln, wo Kapazitäten frei oder erforderlich werden, wie unter Umständen die Umwelt beeinflußt wird oder wie sich menschliches Verhalten auswirkt. Mit Kenntnis solcher Faktoren können Prozesse sowie Aktivitäten übersichtlich strukturiert werden.

Die traditionelle Wirtschaftswissenschaft hatte den maximalen Output bei Einsatz der geringsten Mittel zum Ziel. Die Ökologische Ökonomie betrachtet den Menchen als Teil der Natur und ergänzt das traditionelle Ziel mit der Forderung, die eingesetzten Faktoren so auszuwählen, daß die Natur nicht geschädigt sondern zum Wohl der Pflanzen und Tiere gefördert wird.

Wirtschaftswissenschaftler, Funktionäre, Politiker schauen meist nur auf quantitatives Wachstum, das fast immer zu Lasten von Lebensqualität erreicht wird. Nicht quantitatives Wachstum, Paragraphen und Theorien steigern den Lebensstandard, sondern das verfügbare Einkommen in Verbindung mit qualitativem Wachstum, also Leistung und zuverlässige Qualität von Produkten.

In Zeiten der Globalisierung müssen möglichst alle relevanten Faktoren in Entscheidungen berücksichtigt werden. Das "Kästchendenken" das den Markt, die Gesellschaft in Segmente (z.B. Alte/Junge, Arbeiter/Kapitalisten) einteilt ist out. Die Ökologische Ökonomie fordert soweit praktikabel auch die Meinungen von Laien und Experten bei der Lösung von Problemen zu berücksichtigen. Die Aufgabe des Controlling besteht im Sammeln und Auswerten dieser Informationen für Entscheidungen (s. Managementinfosystem)

Controlling ist der Kompass für Entscheidungsträger und fördert sachlich begründete Entscheidungen statt egoistischer Interessen.