Juristokratie
Die Juristokratie ist eine Regierungsform in der egoistische Gruppen
Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen und die Regierenden zu Marionetten meist finanziell
bestimmter Interessen degradieren. Ein Chaos von Gesetzen und Vorschriften stellt sicher,
dass nur Eingeweihte in den Genuss der Gerechtigkeit kommen. Der Rechtstaat wird durch eine
für normale Bürger unübersehbare Paragraphenflut ad absurdum geführt.
Controlling muß deshalb zwischen natürlicher und juristischer Gerechtigkeit unterscheiden:
- Natürliche Gerechtigkeit
Der Mensch trägt eine Verantwortung für sich, die Mitmenschen sowie die Umwelt. Eigeninitiative und
Aufgaben bestimmen das Handeln. Kriterium der Beurteilung ist die Persönlichkeit, die durch Bildung
aufgebaut wird.
Die natürliche Gerechtigkeit sichert die zum Leben erforderlichen Grundbedürfnisse der Kreaturen.
- Juristische Gerechtigkeit
Der Mensch trägt eine Verantwortung für eine Tat, ein Projekt. Job Descriptions bestimmen das Handeln.
Kriterium der Beurteilung sind in Qualifizierungsmaßnahmen erworbene Titel und Zertifikate sowie meßbare
Zielvorgaben.
Die juristische Gerechtigkeit ist eine formelle Gerechtigkeit. Sie dient der Durchsetzung egoistisch
bestimmter Ziele von Interessengruppen. Jeder Diktator macht seine eigenen Gesetze. Das Allgemeinwohl
wird vernachlässigt. Gesetze und Vorschriften schränken die Handlungsfähigkeit von Menschen ein, die
arbeiten wollen und gern Verantwortung tragen würden. Die Arbeitslosigkeit wird zum Dauerproblem.
Die Armut steigt. Rücksichtslos wird notleidenden Menschen unter dem Vorwand der Gerechtigkeit das
Häuschen und das Ersparte genommen. Die Finanzen von Volkswirtschaften gerieten ins Wanken,
weil Experten die Führung der betroffenen Länder zum Schuldenmachen rieten, "um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen".
Alles was nicht verboten ist, ist erlaubt. Statt der Eigenschaften der Persönlichkeit zählen "soziale Kompetenz",
Titel und Beziehungen.
Beispiel: Wer kauft die leerstehenden Immobilien? - Die Schuldenindustrie !