Ökologische - Ökonomie


Die Ökologische Ökonomie ist eine Disziplin der Gesellschaftswissenschaften. Sie geht davon aus, daß Menschen und ihre Aktivitäten Teil des "Systems Natur" sind und den Naturgesetzen unterliegen. Die Zahl der Menchen auf dem Globus setzt der Freiheit Grenzen, deren Mißachtung bezahlt werden muß.
Ein unendliches Wachstum kann es nicht geben.>
Forschungsgegenstand sind die Stellgrößen, die eine Entwicklung der Wirtschaft im Gleichgewicht mit der Natur regeln.

Die Segmentierung der Wirtschaftswissenschaften (Volks- / Betriebswirtschaft, Grüne Ökonomie etc.) ist unter dem Mantel der Ökologischen Ökonomie zusammenzuführen damit das vom Staat finanziell geförderte "Kästchendenken" zum Wohl der Menschen und der Umwelt überwunden wird.

Hintergrund

Durch die Vermehrung des Wissens können selbst Experten das eigene Fachgebiet selten noch voll beherrschen. Durch die Spezialisierung und Arbeitsteilung ging die gemeinsame Sprache der Experten verloren. Die Tendenz begünstigt es, mit einer starken Lobby sowie hohem Kapitaleinsatz Eigeninteressen durch Bildung von Interessengruppen durchzusetzen. Durch Marktsegmentierung zerfällt die Gesellschaft in Gruppen die der Schwarmintelligenz unterliegen und mit emotionalen statt mit sachlichen Argumenten beherrscht werden können. Die Möglichkeit unendlichen Wirtschaftswachstums wird diesen Gruppen vorgegaukelt. Durch Schüren von Ängsten werden Gruppen aufeinander gehetzt. Der Lebensraum wird durch eine juristisch bestimmte Gerechtigkeit eingeschränkt. Die Folgen sind u.a. eine steigende Armut, eine schrumpfende Mittelschicht, ein Catch as Catch Can des Großkapitals. Die Gefahr globaler kriegerischer Auseinandersetzungen verursacht durch Streitigkeiten über patentiertes Leben sowie patentierte Lebensgrundlagen steigt. Die bewährten Systeme der Politik und Wirtschaft müssen entsprechend den Erfordernissen der Zukunft geändert werden. Die Prozesse der Natur werden nicht von Finanzgrößen, sondern von Kapazitätseinheiten gesteuert (zu viel CO2 in der Luft löst eine Klimaänderung aus ....).

Realisierung

Controlling (engl. to control = steuern / regeln) ist der Kompass für Entscheidungsträger der Gesellschaft. Die von der Wissenschaft ermittelten Stellgrößen fließen in das Controlling ein. Veränderungen der Stellgrößen lösen die für das Wohl der Gesellschaft und des Lebens relevanten Entscheidungen aus. Die Forderung nach immer höherem Wachstum wird durch ein effizientes Controlling abgelöst, das auf Kapazitätseinheiten basiert und Geldwerte nur als Masseinheit zulässt. Die juristisch definierte Gerechtigkeit wird durch eine natürlich definierte Gerechtigkeit ersetzt, die das Recht zu leben für alle Lebewesen und deren Lebensgrundlagen garantiert.

Literatur
Reuter, Knut: Einführung in die Ökologische Ökonomie, Verlag Dr. Markus Hänsel- Hohenhausen - Deutsche Hochschulschriften Bd. 559, 1994. ISBN 3-89349-559-2
s. auch http://de.wikipedia.org.